Simone Hengartner Thurnheer         

Menschen, die sich selbst ernst nehmen, sich treu sind und nach Aussen authentisch auftreten, faszinierten mich schon immer. Sie übten und üben eine Vorbildfunktion auf mich aus. Oftmals bedeutet dies nämlich, gegen den Mainstream zu handeln. Meine Motivation liegt darin, mich selbst immer besser kennen zu lernen und dabei immer mehr ich selbst zu werden.

Ich bin verheiratet und eine berufstätige Mutter von zwei Kindern, einem Mädchen und einem Jungen. In Bezug auf meine Kinder ist es mir wichtig, dass mein Mann und ich ihnen ein flexibles Rollenverständnis vorleben und für sie den notwendigen Raum schaffen, sich ihren Interessen und Neigungen entsprechend zu entwickeln.

Meine berufliche Tätigkeit als Hochschuldozentin im Fachgebiet der Sozialen Arbeit verlangt von mir, dass ich am Puls von gesellschaftlichen Entwicklungen bleibe und mich aktiv einmische in Veränderungsprozesse. Auf diese Weise kann ich meinen Kindern auch etwas über die Welt vermitteln, sie auf die Welt von morgen vorbereiten. Ich freue mich über die Veranstaltungen von 'Share@Lab' viele neue Menschen, ihre Geschichten und Ideen kennen zu lernen und mich darauf einzulassen auch alt Bekannte von einer neuen Seite neu kennen zu lernen.

 

Monika Egli

Meine berufliche Tätigkeit ist stark geprägt von technisch orientierten Gesprächen in industriellen Betrieben. Frauen werden in diesem Bereich oft noch nicht gleichwertig betrachtet. Aufgrund meiner Führungsaufgaben in Teams von Einkauf über Produktion zu Verkaufsaktivitäten, ist es mir ein Anliegen, dass das Geschlecht grundsätzlich keine Rolle spielen darf – in keiner Hinsicht. Vor diesem Hintergrund war ich immer interessiert an der Gleichbehandlung des Gegenübers unabhängig des Geschlechts und der Selbstverständlichkeit einander ernst zu nehmen und einen Umgang zu pflegen, der von Respekt geprägt ist. Ich möchte gerne in einem Umfeld leben, wo eine Frau nicht das Gefühl haben muss, nicht ernst genommen zu werden oder nicht dieselben Chancen im beruflichen Umfeld zu erhalten wie die männlichen Kollegen.

Nebst beruflichen Herausforderungen engagiere ich mich in meiner Beziehung dafür, dass beide Verantwortung übernehmen und Aufgaben jeglicher Art teilen. Ich pflege Netzwerke geschlechterunabhängig.

Ich engagiere mich aktiv bei Share@Lab, um den gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben. Das Ziel von Share@Lab ist, das Bewusstsein für das Thema Gleichberechtigung zu stärken und die Vielfältigkeit der Lebensformen zu fördern. Jede und jeder ist ein Teil der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Es bereitet mir persönlich Freude, gesellschaftliche Themen voranzutreiben und aktiv mitzugestalten. Ich freue mich, wenn ich feststelle, dass ein Fortschritt stattfindet.

 

Antoinette Böhi

Rollenbilder sehe ich nicht als gegeben an. Ich finde es spannend und wichtig, diese immer wieder neu zu hinterfragen. Als Mutter von zwei Mädchen will ich dazu beitragen, dass der kommenden Generation, ob Mädchen oder Jungen, Frauen oder Männern, alle Wege in der Lebensgestaltung und der Berufswahl offen stehen. Dies ist mir auch ein grosses Anliegen bei meiner Arbeit als Lehrerin von Jugendlichen in der Berufswahl.

Mein Mann und ich teilen uns die Erziehungsaufgaben, die Arbeiten im Haushalt und die Erwerbstätigkeit je zur Hälfte auf. Wir wollen uns gleichwertig und auf Augenhöhe begegnen und unseren Kindern eine wirkliche Gleichstellung vorleben. Ich bin überzeugt, dass emanzipierte Männer für die Gleichberechtigung von Frau und Mann eine wichtige Rolle einnehmen. Sie lassen ihren Frauen den nötigen Freiraum zur privaten und beruflichen Entwicklung, unterstützen sie dabei und sind wichtige Rollenvorbilder für alle Männer.

Durch mein Mitwirken bei Share@Lab will ich einen Beitrag zur Sensibilisierung und Umsetzung des Themas Gleichstellung von Mann und Frau leisten. Ich freue mich auf spannende Menschen und inspirierende Inhalte. Schön, wenn wir auch neue Leute für dieses Thema gewinnen können.

 

Alicia Camacho Santiago

Als Sales Trainer und Improvisationscoach interessiere ich mich für offene und interpersonelle Kommunikation sowie für Personalentwicklung. 

In meinen Unterrichtsstunden ist es mein Ziel, jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer daran zu erinnern sich nicht aufgrund von manifestierten Glaubenssätzen und äusseren Erwartungshaltungen selbst zu limitieren. Ich unterstütze sie dabei, ihr Potential zu erkennen, auszuschöpfen und zu (er)leben. 

Jeder Mensch ist individuell. Während wir versuchen weiterzuwachsen und uns durch unsere digitalisierte, schnelllebige Welt zu navigieren, erkennen wir, dass wir einander mehr und mehr brauchen. Ein Besinnen auf unsere zwischenmenschlichen Bedürfnisse rückt ins Zentrum.

Keine Person hat alle Antworten auf die Fragen, welche einem im Leben begegnen. Es beruhigt aber zu wissen, dass man die Antworten nicht alleine suchen muss.

Ich bin vor drei Jahren in die Schweiz gekommen. Ein Zuhause in einem fremden Land aufzubauen bedeutet, sich sozial in der lokalen Gesellschaft zu engagieren. Ich bin mit der Herausforderung konfrontiert worden, dass sich Rollen, die ich verstand und die ich immer erfüllt hatte, sich veränderten und zu etwas Neuem wurden. Mit dieser neuen Identität entstand eine neue Definition meines Selbst. Mein Ziel bei Share @ Lab ist es, meine Erfahrung von Veränderung einzubringen, um mich in Diskussionen vor Ort für ein modernes soziales Leben zu engagieren.

(v.l.n.r.)